Aus der Forschung
Ernährungswissenschaftler untersuchen Auswirkungen von Saftkonsum

Eine gesunde Wahl: Orangensaft kann beim Abnehmen helfen und senkt das Risiko für Gichterkrankungen

Dass Orangensaft genauso gesund ist wie die Früchte, aus denen er gemacht wird, ist schon lange bekannt und wissenschaftlich erwiesen. Wie Forscher der Universität Hohenheim 2015 herausfanden, kann der menschliche Körper Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe wie beispielsweise Carotinoide aus Saft deutlich besser aufnehmen und verarbeiten als aus frischen Früchten. So hält Orangensaft für den Körper wichtige Mikronährstoffe bereit, die das Immunsystem stärken, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen, zu Sehkraft und Augengesundheit beitragen und sich sehr positiv auf den Zustand und das Aussehen unserer Haut auswirken können.

Orangensaft senkt den Harnsäurespiegel

Doch im Orangensaft steckt noch mehr Gutes, wie zwei aktuelle Studien der Universitäten Kiel und Hohenheim zeigen: Das flüssige Obst kann beim Abnehmen helfen und senkt zudem das Risiko für Gichterkrankungen. In einer ersten Studie ließ die Forschergruppe um Prof. Dr. Reinhold Carle, Inhaber des Lehrstuhls für Technologie und Analytik pflanzlicher Lebensmittel an der Universität Hohenheim, und Prof. Dr. Anja Bosy-Westphal, Leiterin des Instituts für Humanernährung an der Christian-Albrechts-Universität Kiel, Probanden über zwei Wochen lang täglich rund 1,2 Liter Orangensaft trinken und untersuchte die Entwicklung des Harnsäurespiegels in Blut und Urin. Die Ergebnisse sprechen für sich: Selbst bei hohem Konsum führte Orangensaft zu keiner Erhöhung des Harnsäurespiegels im Blut, ganz im Gegenteil: Bei den Orangensafttrinkern sank die Konzentration des Stoffs, der als Ursache für Gichterkrankungen gilt. Mögliche Gründe für diesen Effekt sind die gesteigerte Vitamin-C-Aufnahme durch Saft wie auch wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe, insbesondere Hesperidin.

Ein Glas Saft zum Essen kann beim Abnehmen helfen

In einer zweiten Studie untersuchten die Forscher den Einfluss von regelmäßigem Saftverzehr auf die Entwicklung des Körperfetts. Auch hier deckten die Probanden etwa 20 % ihres täglichen Kalorienbedarfs mit ca. 1,2 Liter Orangensaft. Die Ergebnisse sprechen für sich: Keiner der Teilnehmer nahm an Gewicht zu. Bei denjenigen Teilnehmern, die den Saft direkt zu den Mahlzeiten tranken, verringerte sich die spontane Energieaufnahme beim Essen: Ein Glas Orangensaft zum Frühstück, Mittag- oder Abendessen kann sogar dazu führen, dass wir Körperfett verlieren.

„5 am Tag“ leicht gemacht: Ein Glas Orangensaft kann eine Portion Obst ersetzen

Orangensaft ist eine wertvolle Quelle unter anderem für Kalium, Folsäure, Vitamin C, Carotinoide und Polyphenole in guter Bioverfügbarkeit und kann eine wertvolle Ergänzung in der täglichen Ernährung darstellen. Unter dem Motto „5 am Tag“ empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) täglich fünf Portionen Obst und Gemüse. Eine Portion davon, so die Wissenschaftler, dürfe ruhig ein Glas Fruchtsaft sein. Besonders für alle, die sich im Alltag schwer tun, die „5 am Tag“ zu erreichen, kann ein Glas Orangensaft eine praktische und genussvolle Ergänzung und ein wertvoller täglicher Beitrag zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sein. Die von der DGE empfohlene Menge für eine Portion Obst ist bereits mit einem kleinen Glas Fruchtsaft (150 ml) erreicht. Im Moment liegt der Pro-Kopf-Verzehr von Orangensaft in Deutschland mit rund 20 ml täglich noch deutlich unter dem empfohlenen Wert.

Quelle: 
Gemeinsame Pressemitteilung der Universitäten Hohenheim und Kiel
 

Meine Gesundheit

Als Safthersteller wissen wir, dass Fruchtsäfte – wie Grapefruit- oder Orangensaft –vor allem als Vitamin C- Lieferanten geschätzt werden.
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